Gutes tun mit Informatik

WLAN für Flüchtlinge - Setup

09.08.2016

QAware unterstützt Flüchtlinge mit kostenlosem Internetzugang.

Der Leitsatz „Gutes tun mit Informatik“ gilt bei QAware nicht nur im täglichen Projektgeschäft.

Aus einer Idee in der QAware Kaffeeküche wurde echte Hilfe für die ca. 200 Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft, die sich in direkter Nachbarschaft befindet.

Das Internet ist für Flüchtlinge meist die einzige Möglichkeit mit Verwandten und Freunden in Kontakt zu bleiben. Außerdem ist es eine wichtige Informationsquelle für die Neuankömmlinge, um sich im fremden Land zurechtzufinden. Darüber hinaus stellt das Internet einen wesentlichen Faktor für die Beschleunigung der Integration dar, mit Sprachkursen, Informationen zu Asylverfahren, Gesetzen, Kultur und vielem mehr.

Beim Blick in Richtung der benachbarten Flüchtlingsunterkunft entstand im QAware Team deshalb die Idee, die Flüchtlinge mit einem kostenlosen WLAN-Hotspot zu unterstützen. Angetan von dem Vorschlag beschloss die Geschäftsführung, sowohl die Materialkosten für die Errichtung der Infrastruktur zu übernehmen, als auch einen Mitarbeiter für dieses Projekt wöchentlich bis zu zwei Stunden freizustellen.

Schnell stellte sich aber heraus, dass die in Deutschland geltende Störerhaftung ein Stolperstein für die Umsetzung der Idee sein könnte: Aufgrund rechtlicher Bedenken war es weder der Regierung von Oberbayern als offiziellem Träger der Einrichtung, noch dem operativen Betreiber der Container-Siedlung möglich, das Vorhaben zu unterstützen.

In Zusammenarbeit mit Freifunk München, einer Initiative des Freie Netze München e. V., gelang es jedoch, eine technische Lösung für das juristische Problem zu finden, die schließlich auch offiziell durch die Regierung von Oberbayern genehmigt wurde.

Daraufhin wurden innerhalb weniger Wochen Leitung, Antenne und mehrere Router eingerichtet, um ein entsprechendes Netz aufzubauen (siehe Illustration). Dieses wurde im Laufe der weiteren Monate immer weiter ausgebaut und verbessert. Dank Richtfunk vom QAware Bürogebäude aus, können seither alle Bewohner der Flüchtlingsunterkunft eine stabile Internetleitung ohne Volumenbegrenzung nutzen: in jedem Wohncontainer und in einem eigenen Computerraum.

„Zugang zu Information und Kommunikation ist eines der wichtigsten Güter für Neuankömmlinge in unserem Land. Ich freue mich, dass wir als QAware einen kleinen Beitrag zur Integration leisten können. Jedes Mal wenn ich die Flüchtlingsunterkunft besuche, um am Netzwerk zu arbeiten, ist es schön zu sehen, wie dankbar unsere Nachbarn für diese Hilfe sind“, so Softwarearchitekt Andreas Janning.