Das haben Rettungshundearbeit und Softwarearchitektur gemeinsam
Es gibt Menschen, die erklären ihren Fachbereich so, als wäre es ein rein technisches Fach. Wenn Patricia Maier über ihre Rolle als Software Architect* spricht, spürt man das Zusammenspiel aus Verantwortung, Klarheit und Beziehung. Vielleicht liegt das auch daran, dass sie noch ein anderes Feld kennt, in dem es um Orientierung in Komplexität geht.
Der Weg in die IT beginnt bei Patricia mit Neugier
Patricias Einstieg in die IT klingt für viele sehr vertraut. Angefangen von der frühen Begeisterung für Computerspiele und vor allem für den Moment, in dem aus Spielen plötzlich Fragen werden: Warum passiert auf dem Bildschirm genau das, was passiert? In der Schule wurde Informatik zum Wahlfach, unterrichtet von einem Lehrer, der das Thema ansteckend vermittelt hat. Und irgendwann waren es nicht mehr nur Ideen, sondern die ersten echten Berührungspunkte mit Code. Mit Pascal und Delphi stieg Patricia in die IT-Welt ein, die sie seitdem nicht mehr losgelassen hat.
Nach den ersten Erfahrungen war für Patricia klar, dass sie richtig in die IT einsteigen möchte. Ihren Bachelor absolvierte sie an der Fachhochschule Esslingen und hat sich dort im Schwerpunkt Softwaretechnik bewusst breit aufgestellt. Elektrotechnik, Physik, Netzwerktechnik, Softwareprogrammierung. Viel Praxis, viel Ausprobieren, und vor allem das Verständnis, wie die einzelnen Zahnräder ineinandergreifen. Später hat sie darauf aufgebaut und an der Technische Universität München den Master absolviert, mit einem klaren Fokus auf Software Engineering und Software Testing.
Und dann kam ein Moment, den viele nach ihrem Abschluss kennen: Man hat eine Vorstellung, in welchem Umfeld man arbeiten möchte, aber noch kein klares Bild von der einen Firma. Patricia ist nach ihrem Master auf QAware gestoßen. Sie merkte schnell: Die Anforderungen sind hoch und Qualität ist hier kein Beiwerk. Genau danach hatte sie gesucht und schnell festgestellt, dass dieses Qualitätsverständnis nicht nur behauptet wird, sondern im Alltag trägt. Das hat Patricia überzeugt und sie ist bereits seit 8 Jahren ein fester Bestandteil des QAware Teams.

Warum Softwarearchitektur für Patricia nicht im Keller passiert
Wenn Patricia über ihre Rolle spricht, räumt sie mit einem Bild auf, das in der Branche leider noch oft herumgeistert: der/die nerdige Programmierer*in oder Software Architect*, der/die allein Entscheidungen trifft. Sie sagt es klar:
"Ein Software Architect* ist nicht der Nerd im Keller. Im Gegenteil, diese Rolle ist mitten im Geschehen, weil sie laufend zwischen Menschen, Anforderungen und technischen Möglichkeiten vermittelt."
Genau dort entsteht Qualität. Ihre Beschreibung von Architektur ist auffällig unaufgeregt und genau dadurch überzeugend:
Sie blickt zuerst auf das Kundenproblem. Dann auf Technologien. Dann auf die Frage, welche Architektur langfristig passt, damit das System zukunftsfähig bleibt, auch wenn sich Anforderungen ändern oder neue technologische Weichen gestellt werden. Und während sie diesen technischen Blick hält, betont sie den menschlichen Faktor als gleichwertig.
Das ist keine Romantik. Das ist Praxis. Denn in den Projekten, in denen Patricia arbeitet, ist Software kein Paket, das man abliefert und dann abhakt. Es sind Prozesse, die Unternehmen am Laufen halten, Abläufe, die Menschen täglich nutzen, Systeme, die Wertschöpfung überhaupt erst ermöglichen. Wenn etwas nicht stimmt, ist das nicht nur ein Fehler im Log, sondern etwas, das spürbar wird. Für Teams, für Kunden, für Endnutzer*.
Unsere Softwarelösung sorgt dafür, dass Fahrzeuge vom Band rollen
Ein langjähriges Projekt bei einem internationalen Automobilkonzern, hat Patricia geprägt. Sie beschreibt, wie sie sich dort über Jahre von der Berufseinsteigerin zum Software Architect* entwickelt hat. Das Projekt war dafür ideal, weil es viele Facetten und Technologien vereint. Sie nennt Cloud, Java, Microservices, Docker. Also Dinge aus dem Studium, die in der Praxis echte Anwendung erfahren.
Dann kommt ein Satz, der hängen bleibt: Wenn man hier etwas falsch baut, dann fährt das Auto mit drei Reifen. Das ist natürlich sinnbildlich gemeint. Doch es beschreibt präzise, worum es geht: Es geht nicht um drei Zeilen Code. Das hat Auswirkungen auf Wirtschaft und Welt.
Und genau in diesem Kontext wird verständlich, warum sie ihre Rolle auch als Quality Gate beschreibt. Als Verantwortung im System: Sie stellt sicher, dass Regeln und Vorsätze stimmen, damit das entsteht, was der Kunde braucht. Sie hält dem Team den Rücken frei, wenn der Kunde sich noch orientiert. Sie führt, coacht, entwickelt Menschen weiter, diskutiert Reviews, geht in die Tiefe, wenn es in einer Challenge nicht weitergeht. Gleichzeitig fragt sie auch, wie es dem Team geht. Weil stabile Ergebnisse eben nicht nur aus Technik entstehen, sondern aus einem Team, dem es gut geht und das gut arbeiten kann.
Wenn aus einer Wunschliste eine Lösung wird, die bleibt
In einem anderen Projekt bei einem Versicherungs- und Asset Management Unternehmen war die Ausgangslage typisch für anspruchsvolle Digitalisierung: Es gibt viele Vorstellungen, aber nicht die eine klare Definition. Es gibt Stakeholder, Prozesse, Dokumente, Sonderfälle. Und es gibt den Wunsch, schnell zu starten.
Im ersten Schritt ging es darum, viele Gespräche zu führen, um herauszufinden, was die wirklichen Anforderungen sind. Sie beschreibt den Weg dahin als Prozess, in dem der Scope während des laufenden Projekts geschärft wurde. Mit Demos, Feedback und Entscheidungen, die dafür gesorgt haben, dass am Ende eine für den Kunden exzellente Softwarelösung entstanden ist.
Die Lösung wirkt auf den ersten Blick simpel, aber gerade das zeigt gute Architektur: Eine Anwendung, die Vorlagen für Verträge so abbildet, dass Inhalte je nach Bedingungen automatisch erscheinen oder nicht erscheinen. So bleiben Verträge konsistent. Bestimmte Passagen sind fix und können nicht aus Versehen verändert werden. Und statt mehrere Word Dokumente plus Anlagen zu pflegen, passiert die Arbeit in einem klaren Ablauf in einer Anwendung.
Der Effekt ist sichtbar und spürbar: Zeitersparnis im Alltag, weniger manuelle Schritte und mehr Sicherheit, dass Dokumente korrekt und konsistent sind. Patricia erzählt außerdem, wie das Team zwei Entwickler beim Kunden befähigt hat, dass sie die Software im Anschluss selbst erweitern können. Das zeigt: Projekte enden nicht mit einer Abgabe, sondern mit Anschlussfähigkeit.
Wenn Kunden heute sagen: Wir wollen Software, die wirkt, meinen sie genau das. Ein System, das Menschen im Alltag entlastet und Organisationen stabiler macht.
Was Patricia an QAware schätzt und warum das für Kunden und (zukünftige) Mitarbeitende relevant ist
Wenn Patricia über QAware spricht, geht es um zwei Dinge, die sich gegenseitig bedingen: Menschlichkeit und Qualitätsbewusstsein.
Sie nennt das Wir-Gefühl, die Menschlichkeit und Psychologische Sicherheit als wichtige Komponenten. Qualität ist nicht nur im Code verankert, sondern in vielen Aspekten: Kommunikation, Miteinander, Unternehmensführung, und vielen weiteren. Dazu kommt die Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln, auch über Projekte hinaus.
Für sie persönlich hat die Flexibilität eine besondere Bedeutung. Durch sie hat Patricia die Möglichkeit, Beruf, ihre beiden Hunde und Rettungshundearbeit zusammenzubringen. Sie arbeitet viel aus dem Homeoffice oder auch aus ihrem Camper. Und sie erzählt eine Szene aus dem Bewerbungsgespräch, die zeigt, wie Entscheidungen bei QAware manchmal anfangen: Sie war nervös, das Thema Hund im Büro anzusprechen. QAware hatte keine Erfahrung, aber Bernd Schlüter, langjähriger Geschäftsführer der QAware und heute Gesellschafter, nahm ihr kurzerhand die Sorgen: Wir probieren es einfach aus. Und aus dem damaligen Ausprobieren wurde eine feste Integration. Acht Jahre später sind Hunde im QAware Umfeld nicht mehr wegzudenken. Für Patricia ist das ein Zeichen: Der Mensch zählt.
Warum ist das für Kunden und (zukünftige) Mitarbeitende relevant?
Weil die Qualität eines Softwareprodukts selten an einem Tool hängt, sondern an dem System, in dem Menschen zusammenarbeiten. Ein Projekterfolg ist noch vor den ersten Zeilen Code erkennbar: daran, ob ein Team Probleme früh anspricht. Daran, ob man Qualität als Option behandelt oder als Grundlage. Und daran, ob Fachlichkeit und Technik wirklich miteinander arbeiten oder aneinander vorbei.
Genau hier wird es greifbar, was Patricia an QAware beschreibt. Diese Zusammenarbeit auf Augenhöhe, mit einem Wir, das nicht nach zwei Sprints verpufft, sondern über Jahre trägt. Das sorgt dafür, dass aus einer vagen Idee Schritt für Schritt eine klare Lösung wird. Dass Entscheidungen nachvollziehbar getroffen werden. Dass man nicht in hektische Nacharbeiten rutscht, weil man sich am Anfang nicht getraut hat, unbequeme Fragen zu stellen. Und dass Menschen sich entwickeln dürfen, weil ihre Stärken gesehen werden, nicht weil sie in ein starres Rollenbild passen müssen.
Was Rettungshundearbeit mit Software-Architektur zu tun hat
Was viele nicht über Patricia wissen: Sie ist in einer Rettungshundestaffel in der Personensuche aktiv und bildet einen ihrer Hunde aus. Ihr Hund Finija lernt, eine konkrete menschliche Geruchsspur zu verfolgen, auch wenn um sie andere Menschen und Ablenkungen sind. Das kann beispielsweise eine Person sein, die auf Unterstützung angewiesen ist und sich in der Umgebung verlaufen hat. Die Spur der Person wird mit einem Kleidungsstück aufgenommen.
Man könnte das als private Leidenschaft abtun. Oder man sieht darin etwas, das auch ihre Arbeit als Software Architect* erklärt: die Ruhe, die es braucht, um in einem unübersichtlichen Umfeld die richtige Spur aufzunehmen. Und die Konsequenz, diese Spur mit dem Team so lange zu prüfen, bis sie trägt.

Women in Tech: Du musst nicht fertig sein, um anzufangen
Patricia spricht offen darüber, warum Frauen beim Einstieg in die IT oft eine Hürde spüren. Die IT wirkt wie eine Männerdomäne, dadurch entsteht Respekt, ob man reinpasst, ob man einen Platz hat, ob man alles kann, was gebraucht wird.
Und dann setzt sie einen entscheidenden Gedanken dagegen:
“Es ist geschlechtsunabhängig, ob IT dein Ding ist. Entscheidend ist, wofür du brennst, ob du neugierig bist, ob du dich darin sehen willst. Dann solltest du den Weg gehen, weil du deinen Platz finden wirst. Und du musst nicht alles vorher wissen. Sich trauen ist der erste wichtige Schritt.”
Was diese Geschichte über QAware erzählt und wohin wir gemeinsam wollen
Patricias Porträt zeigt im Kleinen, wie QAware im Großen denkt.
Wir wollen technologisch führen und die menschlichste Software Schmiede sein. Erkennbar an Zufriedenheit, Reputation, Produktivitätssteigerung und einem marktstarken Qualitätskontrakt.
Und genau hier liegt der Kern: Exzellente Software entsteht nicht aus Parolen. Sie entsteht aus Menschen, die Verantwortung übernehmen, die sich für Qualität einsetzen, die gern gemeinsam denken und die bereit sind, ihre Erfahrung weiterzugeben.
Wenn dir bei Software nicht der schöne Schein reicht, dann lohnt sich ein Blick auf die Menschen dahinter. Wenn du als Frau überlegst, in IT-Welt einzusteigen oder dranzubleiben, dann ist Patricia ein gutes Gegenbeispiel zu jedem Zweifel: Neugier ist ein Anfang. Entwicklung ist ein Weg. Und beides darf sich gut anfühlen.
Wer mit uns darüber sprechen möchte, wie ein Projekt mit hoher Verantwortung und echter Zusammenarbeit aussehen kann, findet bei QAware die richtigen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner.
*Geschlecht, Herkunft etc. sind für uns keine Bewertungskriterien. Hauptsache, du bist genauso technologiebegeistert wie wir.
Ein Beitrag von
Sabine Lange
Sabine Lange ist Senior Referentin für Personalmarketing & Employer bei QAware und seit Anfang des Jahres 2023 im Unternehmen [...]